Abessinier Zucht, Eva Cermak, 1100 Wien, Muhrengasse 54/6/7 - Mobil: +43 (0)676-536 85 82 e-Mail: Cermak.Amhara@gmx.at

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Britisch Kurzhaar

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Rassestandard der Abessinier Katze

Als Rassestandard oder Zuchtstandard bezeichnet man in der Zucht von Haustieren und Nutztieren die von Zuchtverbänden definierten und festgeschrieben, charakteristischen Merkmale einer Rasse, die als Zuchtziel angestrebt werden

Der Rassestandard bezieht sich in erster Linie auf den Phänotyp (Erscheinungsbild), mittelbar aber auch auf den Genotyp (Erbbild). Sein Ziel ist es, das Aussehen eines idealen Vertreters der dargestellten Rasse zu beschreiben.

Rassestandards existieren nur für domestizierte Tierarten, wie etwa Hauspferd, Haushund, Hauskatze, Rassegeflügel, Hauskaninchen und Zierfische.



Abessinier Katze

Die Abessinier Katze (oft verwendete Namenskurzform: "Abessinier") ist eine der ältesten gezüchteten Katzenrassen der Welt. Obwohl ihr Name auf Äthiopien, das frühere Kaiserreich Abessinien, in Ostafrika als Herkunftsland schließen lässt, liegen ihre Ursprünge im südostasiatischen Bereich.

Als Zuchtrasse gibt es die Abessinier Katze seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Hauptzuchtgebiete sind heute die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien, Japan und Europa. Abessinier Katzen sind Kurzhaar Katzen in verschiedenen Fellfarben. Typisches Rassemerkmal ist eine zwei-, manchmal auch dreifache Bänderung der Haare. Diese Bänderung wird als Ticking bezeichnet, die daraus entstehende Fellzeichnung als Agouti-Effekt. Diese ist vergleichbar der Fellzeichnung von Wildhasen und -kaninchen und brachte der Abessinier Katze anfangs den Spitznamen "bunny cat" (englisch: Hasenkatze) ein.

Im Rahmen der Züchtung von Abessinier Katzen entstanden um die Mitte des 20. Jahrhunderts auch halblanghaarige Abessinier Katzen. Diese werden als Somali Katzen bezeichnet und bilden mittlerweile einen eigenen Rassekatzenstandard.

Herkunft

Die Abessinier Katze stammt nicht, wie ihr Name vermuten lässt, aus Abessinien, dem heutigen Äthiopien. Auch die Behauptung, dass Abessinier Katzen als Nachfahren der im pharaonischen Ägypten lebenden und dort als göttlich verehrten Katzen gelten, ist dem Bereich der Legende zuzuweisen.

Die Vorfahren der heutigen Abessinier Katze stammen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ursprünglich aus den Dschungeln Südostasiens. Denn das nur bei dieser Katzenrasse auftretende "Abessinier-Tabby-Mutation-Gen" (TA) findet sich bei Katzen an der Küste des Indischen Ozeans zwischen Singapur und Sri Lanka, während es in Ägypten und Ostafrika nicht nachweisbar ist. Der Abessinier Katze ähnelnde Wildkatzenarten in Eurasien, Asien und Afrika sind die Falbkatze (Felis silvestris lybica) und die Rohrkatze (Felis chaus).

Die bekannte Vorgeschichte der modernen Abessinier-Katzenrasse weist in die gleiche Richtung: Frühe Illustrationen im englischen Katzenjournal aus dem 19. Jahrhundert, welche der Abessinier Katze ähnlich sehen, wurden dort als "asiatische Katzen" bezeichnet. Ein ausgestopftes Tier mit Merkmalen des Abessinier-Tabby-Mutation-Gens aus den 1830er Jahren existiert nach wie vor als Ausstellungsstück im zoologischen Museum der niederländischen Stadt Leiden. Die grobgesprenkelte wildfarbene Katze, die einer wildfarbenen modernen Abessinier Katze auch vom Exterieur her sehr ähnlich sieht, wird dort als "Patrie, domestica India" (Indische Hauskatze) bezeichnet.

Wahrscheinlich kam es in Einzelfällen zu einer Weiterverbreitung des Ursprungstyps von Südostasien in Richtung Vorderasien beziehungsweise Ostafrika; so vor allem durch englische Händler und Kolonialbeamte innerhalb des Britischen Weltreichs.

Geschichte

Die Historie der modernen Katzenrasse "Abessinier" in Europa beginnt 1868. In einem britischen Katzenbuch von 1874 wird erstmalig eine Abessinier Katze erwähnt. Eine kolorierte Lithografie zeigt eine Katze mit gesprenkeltem Fell namens "Zula" und erläutert in der dazugehörenden Beschreibung: "Zula, die Katze von Frau Captain Barret-Lennard. Die Katze kommt aus Abessinien in Folge des Krieges." Da im Mai 1868 britischen Truppen Abessinien verließen und das Land in den Einflussbereich Italiens geriet, liegt die Vermutung nahe, dass "Zula" als erste Abessinier Katze im Gefolge der englischen Kolonialarmee nach England kam. Wie diese Katze von Südostasien in das damalige Abessinien gelangte und ob es dort eine zeitweilige Population von Katzen mit abessiniertypischen Merkmalen gab, ist unbekannt.

Über "Zulas" historisches Schicksal in England sind keine weiteren Einzelheiten bekannt. Der neue und bis dahin unbekannte Katzentyp erregte aber insbesondere durch den Agouti-Effekt des Fells bei englischen Katzenzüchtern sehr viel Aufsehen. Es kam zu Kreuzungen mit britischen Kurzhaarkatzen, teils Hauskatzen, teils Rassekatzen um der Inzucht entgegenzuwirken. Ein Ergebnis der Kreuzungen waren auch die ersten Abessinier Katzen mit Silberfärbung. Bereits 1871 wurde eine "abessinische" Katze (wahrscheinlich "Zula" oder direkte Nachkommen von ihr) bei der ersten öffentlichen Katzenausstellung im Crystal Palace in London ausgestellt und errang den 3. Preis in der Gesamtwertung. 1882 wurde die Abessinier Katze als neue Katzenrasse offiziell anerkannt. Der damalige Präsident des englischen nationalen Katzenklubs, Harrison Weir, definierte 1889 höchstpersönlich den Rassestandard für die Abessinier Katzen. Damit gehört sie zusammen mit den Siamkatzen und Perserkatzen zu den ältesten Rassekatzen der Welt. Bereits einige Jahre nach der Definition des Rassestandards waren die ersten Abessinier Katzen in englischen Zuchtbüchern zu finden. Kurz nach Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten Abessinier Katzen auch in die USA und wurden dort vermehrt gezüchtet. 1911 erfolgte die Anerkennung der Abessinierzucht in den USA durch die Cat Fanciers' Association (CFA), der damals wie heute größten in den USA anerkannten Registrierungsstelle für Rassekatzen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die Abessinier Katzenzucht weiter in Europa und den USA. Auf beiden Kontinenten arbeiteten die Züchter in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts verstärkt an der Selektion von abessiniertypischen Rassemerkmalen. 1926 gründete Major E. Sydney Woodiwiss, ein bekannter englischer Züchter, den ersten Abyssinian Cat Club. In Deutschland wurden 1933 die ersten Abessinier Katzen beim damals einzigen deutschen Katzenzuchtverein, dem 1. Deutschen Edelkatzenzüchter-Verband (1. DEKZV e. V.), registriert.

Rückschläge in der weiteren Verbreitung und der Zucht der Abessinier Katze gab es durch die beiden Weltkriege. In England, dem damaligen Zentrum der Abessinier Katzenzüchtung in Europa, überlebten lediglich 12 reinrassige Abessinier Katzen und Abessinier Kater den 2. Weltkrieg. Eine Katzen-Leukose-Epidemie in den 1960er Jahren führte zusätzlich zu den in den beiden Nachkriegszeiten zurückgegangenen Züchter- und Katzenzahlen fast zu einem Aussterben der Abessinier Katzenrasse. Seit den 1970er Jahren kommt es zu einer langsamen Konsolidierung der Bestandszahlen, die aber bei weitem nicht denen der derzeit populären Katzenrassen wie Maine-Coon, Perser- oder Siamkatzen gleichen

Aussehen

Abessinier Katzen werden aufgrund ihres Aussehens oft als "Miniaturform" eines Pumas bezeichnet oder auch mit Wildkatzen verglichen. Sie gehören in der Gruppe der Katzen mit Fellzeichnung zu den so genannten "Ticked Tabby-Katzen", bei denen die Zeichnung des Fells fast vollständig durch den Agouti-Effekt verdrängt wurde. Aufgrund der züchterischen Einflussnahme ist das Tabby-Muster nur noch am Kopf in Form der Augenumrandung und einer M-förmigen Fellzeichnung auf der Stirn erkennbar. Im Idealfall sind Abessinier Katzen aber völlig frei von allen bekannten Zeichnungsmustern wie Tigerung, Stromung oder Tupfung.

Die Abessinier Katze ist eine schlanke, muskulöse Kurzhaarkatze von mittlerer Größe. Die Katzen wiegen zwischen 2,5 und 4 kg, Kater zwischen 3,5 und 5,0 kg. Aufgrund ihrer langen Beine zählt sie, wie beispielsweise auch die Orientalisch Kurzhaar- oder Siamkatze zu den hochbeinigen Katzenrassen. Die Beine enden in kleinen ovalen Pfoten mit einfarbigen Fußballen. Der Schwanz ist relativ lang, breit am Ansatz und schmal zulaufend.

Der Kopf hat eine gemäßigte Keilform und sitzt auf einem langen schlanken Hals. Das Profil hat eine sanfte Kontur und die Schnauze ist nicht deutlich zugespitzt. Der mittellange Nasenrücken ist sanft geschwungen, ohne "Stop" (englisch, bezeichnet den abrupten Übergang von Schnauzpartie in Stirnpartie) oder "römische Nase" (nach außen gewölbte Nasenpartie). Die Ohren sind weit auseinander stehend und weisen manchmal noch Ohrbüschel auf, vergleichbar denen der Luchse. Sie stehen aufrecht, sind im Verhältnis zum Kopf groß und an den Spitzen leicht abgerundet.

Die Augen sind groß, mandelförmig und innen umrandet in der gleichen Grundfarbe des Tickings und anschließend im äußeren Bereich der Augenpartie hell umrandet. Die weit auseinander stehenden Augen können entweder eine bernsteinfarbene (manchmal auch als "gelb" bezeichnet), nussbraune oder grüne Färbung aufweisen.

Das kurze Fell liegt dicht an und weist wenig Unterwolle auf. Auf dem Rücken verläuft der so genannte Aalstrich, ein durchgehend dunkler Farbstreifen im Fell, der in der dunklen Schwanzspitze endet. An den Hinterbeinen bis zur Ferse setzt sich eine dunkle Haarpartie in der Färbung der Gesamtfarbe als sogenannte "Sohlenstreifen" fort.

Das besondere Rassemerkmal der Abessinier Katzen, das "Ticking" der einzelnen Haare, ist nicht zu übersehen. Jedes Haar ist in der Regel zwei–, manchmal auch drei– oder sogar vierfach gebändert, was in der Fachsprache auch als "getickt" bezeichnet wird. Welche Farbtöne sich bei der Bänderung abwechseln, hängt von der Farbe der jeweiligen Abessinier Katze ab (siehe Abschnitt "Farben"). Die Haarspitze weist jedoch immer den jeweils dunkelsten Farbschlag auf. Nur die Haare bestimmter Körperbereiche sind getickt: Die des Kopfes, des gesamten Rücken- und Flankenbereiches, des Schwanzes und die an der Außenseite der Beine. Die Haare an der Unterseite des Körpers mit Brust, Bauch und den Innenseiten der Beine sind einheitlich in der Grundfarbe gefärbt.

Bei jungen Abessinierkätzchen tritt das Ticking der Haare erst ab der sechsten Woche in Erscheinung, wenn das wollige Babyfell allmählich vom Jugendfell abgelöst wird. Durch das Ticking erscheint das gesamte Fell der Abessinier Katze einheitlich gemustert und dem eines Wildkaninchen oder -hasens ähnlich. Man spricht hierbei auch von dem Agouti-Effekt, wobei für den Begriff Agouti (alternative Schreibweise: Aguti) die Nagetiergattung Dasyprocta (Aguti) namensgebend war. Das Ticking der Haare wird bei Abessinier Katzen homozygot als dominantes Merkmal vererbt (siehe Genotyp unter dem Abschnitt "Farben")

Charakter

Die Abessinier Katze ist eine intelligente und lebhafte Katze. Eine markante Charaktereigenschaft der Abessinier Katze ist ihre Neugier. Ihren menschlichen Bezugspersonen folgt sie oft auf Schritt und Tritt und beobachtet bzw. untersucht dabei alle Aktivitäten auf das Genaueste. Generell gelten Abessinier Katzen als sehr menschenbezogen aber trotzdem unabhängig, ausgeglichen und gesellig. Als weitere positive Charaktereigenschaften werden ihr noch eine gewisse Unkompliziertheit im allgemeinen Umgang sowie eine hohe Stresstoleranz bescheinigt. Sie hat allerdings, vor allem in jungen Jahren, ein lebhaftes Temperament mit großem Bewegungsdrang, den sie gerne zusammen mit anderen Katzen auslebt. Deshalb empfiehlt sich keine Haltung als Einzelkatze. Sehr gut verträgt sie sich auch mit Haushunden. Ein weiteres rassetypisches Merkmal ist die sehr leise Stimme der Abessinier Katzen und ihr eher geringes akustisches Kommunikationsbedürfnis.

Im Zusammenleben mit anderen Katzen nimmt die Abessinier Katze oft eine dominante Stellung ein. Sie gilt dabei aber als sehr sozial und verträglich. Es sind viele Fälle bekannt, wo Abessinier Katzenmütter gemeinsam ihren Nachwuchs aufziehen.

Rassestandards und Züchtung

1882 wurde die Abessinier Katze in England offiziell als Katzenrasse anerkannt. Bereits 1889 wurden erste verbindliche Zuchtstandards veröffentlicht, 1896 die ersten Abessinier Katzen im Zuchtbuch des British National Cat Club registriert. 1907 gelangte das erste Abessinier Katzenpaar in die USA. Durch dortige systematische Zucht (vor allem ab circa 1930) kam es in Folge zu einer parallelen Entwicklung der Abessinier Katzen in den USA und in Europa, hier vor allem in England. 1911 erfolgte durch die Cat Fanciers Association (CFA) die endgültige Anerkennung der Abessinier Katzen in den USA. 1933 wurden schließlich die ersten Abessinier Katzen offiziell auch in Deutschland registriert.

Heute gibt es bei den großen nationalen und internationalen Dachverbänden der Rassekatzenzuchtverbände leicht unterschiedliche Versionen des Rassestandards. Für Europa ist hier vor allem die FIFe (Fédération Internationale Féline) als größte Dachorganisation zu nennen. In den USA zählen die CFA (Cat Fanciers’ Association) und TICA (The International Cat Association) zu den größeren Dachverbänden.

Rassestandard Abessinier Katzen am Beispiel der Fédération Internationale Féline (Category III – shorthair & somali)

Körperteil Merkmal Beschreibung
   
Kopf Form Keilförmig mit ausgewogenen Proportionen, oben weit, mit sanft und anmutig geformten Konturen
Nase Nase von mittlerer Länge, im Profil ist der Nasenrücken sanft geschwungen ohne Stop oder geradem Nasenrücken
Kinn Fest und gut entwickelt, rundlich
Schnauze    Nicht deutlich zugespitzt. Eine flache Einbuchtung, welche die Schnauze formt, ist erwünscht. Ein Pinch zählt als Fehler.
   
   
Ohren Form Relativ groß und breit am Ansatz, an den Spitzen leicht abgerundet. Eine Zeichnung ("Wildmarke") ist ebenso erwünscht wie Haarbüschel an den Ohrspitzen
Lage Deutlich auseinander stehend, aufmerksam aufgerichtet
   
   
Augen Form Groß, mandelförmig und deutlich auseinander stehend
Farbe Glänzend und ausdrucksvoll, bernsteinfarben, grün oder gelb, von reiner, kräftiger Farbe. Umrandet mit der gleichen Grundfarbe des Tickings.
   
   
Hals Form Anmutig
   
   
Schwanz Form Ziemlich lang und spitz auslaufend, breit am Ansatz
   
   
Körper Körperbau Von mittlere Länge und Kompaktheit, kräftig, geschmeidig und muskulös. Insgesamt athletischer Körperbau.
   
   
Fell Struktur Kurz, fein, weich und geschlossen, eng anliegend.
Farbe 2 oder 3 Farbbänder an jedem Haar, mit dunklen Spitzen als Standard.
   
   
Abzeichen   Weiße Abzeichen werden am Kinn und direkt an der Nase toleriert.
   
   


Züchtung

In den meisten Rassekatzenzuchtvereinen dürfen Abessinier Katzen ab einem Alter von 12 Monaten, teilweise sogar erst ab 14 Monate gedeckt werden. Die Wurfgröße liegt bei einem bis vier Kätzchen, statistisch am häufigsten kommen allerdings zwei Kätzchen pro Wurf vor. Dies führt auch zu der, im Vergleich zu den eher bekannteren Katzenrassen wie beispielsweise den Siamkatzen (vier bis sechs Kätzchen pro Wurf), relativ geringen Verbreitung der Abessinier Katzen.

Abessinier Katzen dürfen nur untereinander gekreuzt werden. Fremde Katzenrassen sind nicht als Kreuzungspartner zugelassen. In der Zucht der Somalikatzen ist der einzige erlaubte Kreuzungspartner die Abessinier Katze. Die daraus entstehenden Katzen sind so genannte "Abessinier-Variant", heterozygote Abessinier-Katzen mit dem rezessiv vorhandenen Gen für Langhaarigkeit. Abessinier-Variant-Kätzchen werden derzeit von den meisten Somali-Katzenzüchtern nur für die Zucht von Somali-Katzen eingesetzt, da in der Abessinier Katzenzucht keine Erbanlagen für Langhaarigkeit erwünscht sind.

Bei Kreuzungen innerhalb der Abessinier Katzenrasse müssen, wie bei einigen anderen Katzenrassen auch, unbedingt die Blutgruppen der Zuchttiere beachtet werden, da es sonst zu Todesfällen bei den Nachkommen kommen kann. Bei Abessinier Katzen kommen drei Blutgruppen vor: A (knapp 95 %), B und AB (jeweils unter 3 %, zu den statistischen Angaben siehe. Bei bestimmten Blutgruppenkombinationen wie vor allem Blutgruppe B × A (A/A, reinerbig-homozygot) kommt es bei der gesamten Nachkommenschaft zur so genannten Felinen Neonatalen Isoerythrolyse (FNI, "Fading kitten syndrome" oder "Kittensterblichkeit") und zum Tod der Tiere.

Offiziell züchten können nur Mitglieder eines anerkannten Rassekatzenzuchtvereins, der wiederum einem der größeren Dachverbände angeschlossen sein kann. Dort meldet man seinen Zwingernamen (Zuchtname, engl.: cattery) an. Dies ist ein einmalig vergebener und registrierter Zuchtname, z. B. "von Amhara". Sowohl Zwingername wie auch die daraus abgeleiteten Namen der einzelnen Katzen, die aus der Zucht in diesem Zwinger hervorgehen, sucht der Züchter alleinverantwortlich aus. Der eigene Verein stellt dem Abessinier Katzenzüchter die Zuchtstammbäume (engl.: Pedigree) für die Tiere seines Zwingers aus. Damit ist auch die Ausstellung und Prämierung der Katzen in nationalen und internationalen Rassekatzenausstellungen möglich.

Farben

Auch bei den Abessinier Katzen werden die Farben in den Haaren, der Haut oder den Augen durch die Anwesenheit von Melanin, vor allem in den jeweiligen Haarschäften, verursacht. Durch die Variabilität der Melaninstruktur in Form, Größe oder Anordnung kommt es dabei zu einer Variabilität der Farben. Von den beiden Melanintypen Eumelanin (starke Lichtabsorption, dunkle Pigmentierung) und Phäomelanin (schwache Lichtabsorption, Pigmentierung im rot-orangefarbenen und gelben Bereich) werden bei den Abessinier Katzen nur Farben, welche auf Eumelanin basieren, akzeptiert. Bei diesem Melanintyp kommen auch die meisten Farbvariationen vor. Dies führte bei der Zuchtgeschichte der Abessinier Katzen zu der Herausbildung von vier, auf Eumelanin basierenden, Grundfarben:

  • Wildfarben (ruddy, usual, tawny, lièvre)
  • Blau (blue)
  • Sorrel (cinnamon, red)
  • Fawn (beige-fawn)



Quelle: de.Wikipedia.org - 2011

 

 

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